Monatliche Belastungen beim Haus – mehr als nur Nebenkosten

Egal ob beim Hausbau oder Hauskauf, ein wesentlicher Teil der Planung ist die Finanzierung des Objekts. Da wird gerechnet und geprüft ob man die entstehenden Belastungen pro Monat dauerhaft tragen kann.

Dabei gilt es aber nicht nur den Kaufpreis selbst im Blick zu haben, auch die Nebenkosten sowie die Betriebs- und Verbrauchskosten sind mindestens genau so wichtig. Aber auch Unterhalts- und Lebenshaltungskosten.

Kosten Hausbau bzw. Kaufpreis Haus

Die Kosten für den eigentlichen Hausbau oder auch der Kaufpreis eines neuen Grundstücks, Haus oder Wohnung sind zum Anfang der Planung meist ein halbwegs feststehender Fixpunkt. Gerade beim Kauf eines neuen Objektes wird sich der einmal verhandelte Preis nicht mehr großartig verändern. Und auch die fälligen Erschliessungskosten oder Maklergebühren lassen sich vorab berechnen

Beim Hausbau gilt dies im Prinzip auch, nur hier tendieren viele Bauherren dazu, die Kosten nachträglich in die Höhe zu treiben. Ich sage nur Bemusterung und Ausstattung. In der Regel hat man sich bei der Kalkulation der Baufinanzierung noch nicht im Detail mit Türen, Fliesen, Treppe, Elektroinstallation etc auseinandergesetzt. Wohl dem, der vorher großzügig Reserven bzw. Puffer eingeplant hat.

Nebenkosten

Ein weiterer Aspekt der später auf die monatlichen Belastungen drückt sind die Nebenkosten. Beim Hausbau spickt man von Baunebenkosten – worum sich unsere Seite hier, der Baunebenkosten-Rechner dreht. Beim Hauskauf heißt das ganze dann folgerichtig Kaufnebenkosten – da kennen sich jedoch andere Seiten wie zb die Sparkassen-Immobilien besser mit aus. Übrigens: Achtung vor veralteten Ratgebern im Internet. Durch das “Kostenrechtsmodernisierungsgesetz” sind die Gebühren für Anwälte, Notare und co im letzten Jahr ordentlich gestiegen. Die stets aktuellen Gebühren gibt es auf der Seite der Bundesrechtsanwaltskammer unter brak.de

Wie auch immer, gemeinsam ist beiden Kostenarten, dass sie zusätzlich zum Bau/Kaufpreis anfallen und UNBEDINGT vorab mit beachtet werden müssen.

In der Regel werden die gesamten entstandenen Kosten (zumindest das Fremdkapital, also was nicht aus Eigenmitteln bezahlt wurde) über die Baufinanzierung abgedeckt die man anschliessend Monat für Monat in Raten zurück zahlt. Schaut man auf die späteren monatlichen Belastungen, sind das aber längst noch nicht alle Kosten.

Betriebskosten

Es gilt vorab an diverse Zahlungen für Betriebskosten und Verbrauchskosten zu denken die ebenfalls jeden Monat das eigene Guthaben belasten.

Hier ein paar Beispiele von monatlichen Belastungen rund ums Haus

  • Baufinanzierung Rückzahlung
  • Rückzahlung KfW Darlehen
  • ggf. weitere Kredite für Einrichtung und Ausstattung
  • Grundsteuer
  • Abfall-Gebühren
  • Straßenreinigung
  • Strom
  • Gas
  • Wasser
  • Telekom (Festnetz & Internet)

Leider war´s das aber immer noch nicht. Das mögen zwar alle Kosten rund ums Haus gewesen sein, aber Leben muss man ja auch noch.

Unterhalts- und Lebenshaltungskosten

  • Handy-Verträge
  • GEZ
  • Sbahn-Ticket
  • KFZ-Steuer pro Auto
  • KFZ-Versicherung pro Auto
  • Alle 2 Jahre TÜV. Ggf. Reparaturen
  • Regelmäßiges Tanken
  • Einkaufen Lebensmittel, Drogerie, Putzutensilien
  • Einkaufen Kleidung, Schuhe, Zeitungen, Amazon, Technik
  • Hausrats-Versicherung und Haftplicht
  • Auslandsversicherung
  • Rentenversicherung
  • Arbeitslosenversicherung
  • Krankenversicherung
  • Einkommenssteuer
  • Lebensversicherung
  • Überweisungen aufs Sparkonto für Vorsorge
  • Kinder-Sparkonto oder Bausparvertrag
  • Gebühr für den Kindergarten

Natürlich fallen diese Kosten auch beim wohnen zur Miete an, man sollte halt nur nicht den Fehler machen sie bei der Finanzplanung fürs Eigenheim zu vernachlässigen.

Denn wenn man die Kosten mal einzeln aufaddiert, so wird man erkennen dass die Kosten fürs Haus bei weitem nicht die ganzen monatlichen Belastungen ausmachen.

Aufteilung der monatlichen Belastungen beim Hausbau

Aufteilung der monatlichen Belastungen beim Hausbau

Fazit: Monatliche Belastungen Haus

Wie Sie sehen sind die monatlichen Belastungen viel mehr als „nur“ die Rückzahlung der Baufinanzierung. Je nach Höhe der Raten können müssen die Kredite in Summe noch nicht mal den Großteil der monatlichen Ausgaben ausmachen. Wer da vorher nicht genau plant und rechnet kann leicht in Schwierigkeiten geraten.

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