Grunderwerbssteuer – Höhe der Grunderwerbssteuer berechnen

Grunderwerbssteuer beim Hausbau und Grundstückskauf. Infos über die Höhe der Grunderwerbssteuer und wie Sie die Grunderwerbssteuer berechen.

Jeder der in Deutschland ein Grundstück kauft, muss auch Grunderwerbssteuer zahlen. Diese Steuerzahlung muss dabei an das Bundesland entrichtet werden, in dem sich das Grundstück befindet. Ja nach Bundesland ist die Höhe der Grunderwerbssteuer unterschiedlich. Generell müssen Sie mit einer Grunderwerbssteuer von 3,5 – 5 Prozent rechnen.

Berechnung der Grunderwerbssteuer

Die Bemessungsgrundlage der Grunderwerbssteuer ist dabei der Kaufpreis des Grundstück. Kaufen Sie von einem Bauträger ein Grundstück samt Haus, so müssen Sie auch auf den kompletten Kaufpreis die Grunderwerbssteuer berechnen, was zusätzliche Grundstücks-Kosten verursacht.

Einzige Ausnahmen bei der Grunderwerbssteuer sind wohl Erbschaft, Schenkung oder Kauf von Ehegatten oder direkten Familienangehörigen.

Grunderwerbssteuer: Grundstückspreis x Steuersatz = zu zahlende Grunderwerbssteuer

Beispiel-Rechnung:
Ihr Grundstück kostet 100.000 Euro und liegt in Brandenburg, welches einen Steuersatz von 5% erhebt. Sie müssen dadurch eine Grunderwerbssteuer in Höhe von 5.000 Euro zahlen.

Rechnung: 100.000 Euro x 0,05 Prozent = 5.000 Euro

Höhe der Grunderwerbssteuer

Der Steuersatz der Grunderwerbssteuer richtet sich je nach Bundesland. Gerade in den letzten Jahren haben viele Bundesländer die Höhe der Grunderwerbssteuer drastisch erhöht, weswegen es für viele Bauherren zu anfangs ungeplanten Mehrkosten beim Hausbau kam.

Hier finden Sie nun die Höhe der Grunderwerbssteuer für Bundesländer mit Stand vom 01.01.2013.

  • Bayern 3,5%
  • Baden-Würtemberg 5%
  • Berlin 5%
  • Brandenburg 5%
  • Bremen 4,5%
  • Hamburg 4,5%
  • Sachsen-Anhalt 5%
  • Niedersachsen 4,5%
  • Schleswig-Holstein 5%
  • Thüringen 5%
  • NRW 5%
  • Rheinland-Pfalz 5%
  • Saarland 5,5%
  • Sachsen 3,5%

Ablauf und Bezahlung der Grunderwerbssteuer

Der Grundstückskauf wird vom Notar geregelt. Dieser übermittelt anschliessend auch alle notwendigen Dokumente an das zuständige Finanzamt. Anschliessend sendet das Finanzamt den Bauherren die Kosten und fordert somit die
Grunderwerbssteuer ein. Erst wenn Sie diese Rechnung beglichen haben, bekommen Sie, bzw. ihr Notar eine Unbedenklichkeitsbescheinung die Sie benötigen, um Ihr Grundstück ins Grundbuch einzutragen.

Den Kauf und die Übertragung des Grundstücks regelt der Notar. Dieser übermittelt auch alle notwendigen Urkunden bzw. Schriftstücke an das zuständige Finanzamt. Dieses wiederum schreibt die neuen Eigentümer selbstständig an und fordert die Zahlung der Grunderwerbssteuer ein. Sofern diese bezahlt wurde, sendet das Finanzamt dem Notar eine Unbedenklichkeitsbescheinung. Mit dieser kann der Notar dann anschliessend die Eintragung ins Grundbuch beantragen.

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