Grundstückskosten – Kosten beim Grundstückskauf

Sie planen den Kauf eines Grundstücks? Neben Kaufpreis, Makler und Notar gilt es weitere Kosten zu beachten. Mit diesen Grundstückskosten sollten Sie rechnen.

Kosten beim Grundstückskauf

Egal ob Sie ein Baugrundstück in einem neuen Baugebiet oder ein Grundstück in einer gewachsenen Siedlung kaufen, einige typische Grundstückskosten treten in jedem Fall auf, während andere Kosten individuell je nach Grundstück anfallen können.

Kaufpreis

Der Kaufpreis des Grundstück bildet die eigentlichen Grundstückskosten. Grundlage hierfür ist in der Regel der gängige Bodenrichtwert aber auch die individuelle Lage des Grundstücks. Über den Preis pro Quadratmeter lassen sich verschiedene Grundstücke unabhängig von ihrer Größe miteinander vergleichen.

Maklergebühren

Viele Grundstücksverkäufe werden heutzutage über einen Makler abgewickelt. Dafür berechnet dieser eine Provision in Höhe von 7,14% des Grundstückspreises. Je nach Verkaufs-Situation werden Sie oder der Verkäufer die Maklerkosten tragen. Natürlich müssen meist die neuen Eigentümer den Preis zahlen….

Grunderwerbsteuer

Auch der Staat hält beim Grundstückskauf die Tasche auf. Für den Kauf von Grund und Boden berechnet er ihnen die sogenannte Grunderwerbsteuer die abhängig vom Verkaufspreis anfällt und in den einzelnen Bundesländern unterschiedlich hoch ist. In Brandenburg fallen zum Beispiel 5% Grunderwerbssteuer an. Diese muss der Käufer dem Finanzamt zahlen. Bedenken Sie auch, falls Sie von einer Baufirma ein fertiges Haus samt Grundstück kaufen, so fällt die Grunderwerbssteuer auf die komplette Kaufsumme an.

Notarkosten & Gerichtskosten

Für die notariellen sowie gerichtlichen Beurkundungen und Ausführungen sollten Sie mit ca. 1,5% vom Kaufpreis rechnen. Hier finden Sie detaillierte Notarkosten beim Grundstückskauf. In diese Kategorie fallen ebenfalls die Kosten für die Eintragung ins Grundbuch.

Erschliessungkosten

Sie sollten sich vor dem Kauf informieren, ob das Grundstück erschlossen ist. Falls nicht, so fallen zusätzliche Kosten für die Erschliessung von Gas, Wasser & Abwasser, Strom und Telefon an. Hier müssen Sie mit Kosten von mehreren Tausend Euro rechnen.

Vermessungkosten

In den meisten Fällen benötigen Sie vor Baubeginn eine Vermessung des Grundstücks sowie Einmessung des Hausplatzes. Gängige Richtwerte für die Vermessungskosten liegen um 2.500 Euro.

Bodengutachten / Baugrundgutachen

Bevor losgebaut werden kann, benötigen Sie für den Bauantrag ein Bodengutachen. Die Kosten für das Bodengutachten belaufen sich auf ca. 450-800 Euro.

Straßen- und Wegekosten

Fast schon der Klassiker unter den “vergessenen Kosten” sind die Kosten für unbefestigte Straßen. Oftmals werden unbefesigte Wege durch die Gemeinde ausgebaut und die Kosten teilweise den Anwohnern in Rechnung gestellt. Je nach Grundstücksgröße bzw. Straßenfront müssen hier mit mehreren Tausend Euro gerechnet werden.

Abbruchkosten

Die Kosten für die Grundstück-Beräumung gelten nicht unbedingt als typische Grundstückskosten, dennoch dürfen sie hier nicht fehlen. Denn vor dem Baubeginn muss das Grundstück zumeist frei von alten Häusern, Bebauungen und auch Bäumen gemacht werden. Diese Kosten müssen natürlich vom Bauherren getragen werden. Je nach Umfang der Abrissarbeiten und zu fällenden Baumbestand können die Kosten leicht mehrere Tausend Euro betragen.

Fazit Grundstückskosten

Wie Sie sehen sind die Kosten beim Grundstückskauf recht vielfältig und können nicht immer pauschal genannt werden. Wichtig ist deshalb, dass man sich die individuelle Situation des Grundstücks genau betrachtet und alle möglichen Kosten berechnet um später keine bösen Überraschungen zu erleben.

Hier sehen Sie einmal, was für ein Grundstück wir gekauft haben:

Grundstück wartet auf Erschliessung für den Hausbau

Grundstück wartet auf Erschliessung für den Hausbau

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