Elektroinstallation beim Hausbau – Auf hohe Zusatzkosten achten!

Die Elektroinstallation ist beim Hausbau ein wichtiger Kostentreiber. Zwar kann man das nicht den klassischen Baunebenkosten zurechnen, aber trotzdem sind es oftmals unerwartete Hausbaukosten und damit Zusatzkosten.

Aber der Reihe nach: Zumeist ist es natürlich so, dass bei einem Hausbau-Angebot die Elektroinstallation enthalten ist. Allerdings zumeist nur in der Grundausstattung.

Grundausstattung Elektroinstallation beim Hausbau?

Die Frage ist natürlich, was so eine Installation alles beinhaltet. Am besten schauen Sie hier einmal in Ihre Bau- und Leistungsbeschreibung. Dort sollte exakt festgehalten sein, in welchen Räumen welche Taster, Schalter und Steckdosen eingebaut werden. Die Hausbau-Firma oder der Elektriker hat bei dieser Zusammenstellung allerdings keine freie Hand, denn wie für fast alles gibt es auch hier bestimmte Richtlinien zu beachten. Einige der großen Elektrohersteller wie zb http://www.hager.de/ bieten zb auf der Webseite Projektlisten und Ausschreibungshilfen für den Wohnbau an, daran kann man sich als Bauherr schon mal gut orientieren.

Aber hat man die Grundversorgung einmal geklärt, geht die Frage wohl eher in die Richtung “Welchen Komfort soll mir die Elektrik bieten?”

Und genau da wird es teuer. Denn natürlich reichen die gesetzlichen Mindeststandards bei weitem nicht aus. Mit der Mindestanzahl an Steckdosen würde man sich sicherlich tagtäglich ärgern und auch bei der Grundvariante der Beleuchtungs-Schalter müssten starke Nerven eine Vorraussetzung sein.

Die einzige Alternative kann hier nur die selbstständige Elektroplanung im Detail sein. Und dafür müssen Sie sich genau überlegen wo und für was Sie überall Strom benötigen und wo und wie Sie die Beleuchtung schalten wollen.

Elektroplanung am Grundriss vom Einfamilienhaus

Elektroplanung am Grundriss vom Einfamilienhaus

Ein paar Beispiele:

Sie haben einen Hausflur im Erdgeschoss. In der Standard-Elektroverkabelung wäre hier genau ein Schalter oder Taster enthalten.
Nun ist es aber so, dass sie den Flur von mindestens drei Seiten aus betreten: Hauseingangstür, Küche/Wohnzimmer und via Treppe vom Obergeschoss. Das heißt Sie benötigen hier schon mal 3 Schalter und eine Kreuz- oder Wechselschaltung um das Flurlicht komfortabel schalten zu können. Ganz wichtig ist meiner Meinung nach der Schalter im Obergeschoss. Wenn Sie abends zu Bett gehen wollen und vom EG die Treppe heraufgehen, so sollte es doch möglich sein, dass Sie erst oben das Flurlicht ausschalten. Ansonsten müssten Sie ja halb im dunkeln die Treppe hochlaufen.

Und für das Flurlicht im Obergeschoss gilt das selbe: dieses sollten Sie am besten schon unten schalten können. Aber auch im Türbereich des Kinderzimmer, Schlafzimmer und Badezimmer – und damit benötigen Sie hier 4 Stellen um das Licht zu schalten.

Bleiben wir bei der Beleuchtung: Stellen Sie sich vor, Sie haben ein großes Wohnzimmer, vielleicht auch als kombiniertes Wohn-/Esszimmer. In der Grundausstattung wären nun maximal (je nach Größe) 2 Deckenlampen inkludiert. Aber reicht das? Natürlich nicht! So haben wir uns zb. neben zusätzlichen 2×4 Deckenspots noch 4 Wandlampen installieren lassen. Wir finden dass diese einfach eine angenehmere Beleuchtung ermöglichen.
Und das ganze wollen wir natürlich auch noch jeweils einzeln schalten und dimmen. Und das von 3 Stellen aus (Zugang Küche, Flur und Terrassentür).

Elektroinstallation Beim Hausbau - Beleuchtung Wohnzimmer

Elektroinstallation Beim Hausbau – Beleuchtung Wohnzimmer

Weitere Beispiele gefällig? Was ist mit einer Außenbeleuchtung? Heimnetzwerk? Telefon? TV-Anschluss? Spots im Badezimmer? etc

Ich denke Sie ahnen schon, dass hier zusätzliche Kosten entstehen. Je nach Umfang müssen Sie hier mit vielen tausend Euro rechnen. Auf unserem Hausbau Blog haben wir unsere Elektrik beim Hausbau und die gesamten Kosten der Elektroinstallation detailliert aufgeschlüsselt.

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