Funktionsweise Einblasdämmung beim Hausbau und Altbau-Modernisierung

Infos über die Funktionsweise von Einblasdämmung beim Hausbau und bei der Altbau-Modernisierung. Wie funktioniert Einblasdämmung?

Wärmedämmung beim Hausbau benötigt viel Material

Wärmedämmung beim Hausbau benötigt viel Material

Die steigenden Energiekosten machen vielen Menschen Sorgen – bedenkt man, dass sich der Preis für Öl und Gas in den letzten sechs Jahren fast verdoppelt hat, möchte man gar nicht darüber nachdenken, welche Kosten in zehn oder fünfzehn Jahren auf einen zukommen. Um dem entgegenzuwirken, muss der Energieverbrauch reduziert werden, was nur durch eine energetische Sanierung möglich ist, die zwar teuer zu Buche schlägt, sich aber in der Regel innerhalb von circa vier bis acht Jahren amortisiert. Wärmedämmsysteme gibt es viele, aufgrund ihrer Effektivität wird jedoch gerne auf die Einblasdämmung zurückgegriffen, die nicht nur den Vorteil bietet, dass mit ihr optimale Wärmedämmwerte erzielt werden können, zudem erlaubt sie dem geübten Hobbyhandwerker, mit ein wenig Geschick die Dämmung seines Hauses in Eigenregie durchführen zu können.

Beim Neubau geht Wärmedämmung relativ einfach

Beim Neubau geht Wärmedämmung relativ einfach

Funktionsweise Einblasdämmung

Wer Wände, Böden oder Dächer dämmen will und dabei das Ziel verfolgt, mit möglichst geringem Arbeit- und Materielaufwand eine maximale Wärmedämmung zu erreichen, ist vielfach mit der Einblasdämmung gut beraten, mit der selbst problemlos die strengen Vorschriften der EnEV erfüllt werden können. Die Wärmedämmung besteht zumeist aus organischen Materialien wie Steinwolle, Holzfaser oder Hanf, welche mit einem Hochleistungsgebläse in die Hohlräume der zu dämmenden Bauteile eingebracht werden. Dabei wird je nach Anwendung auf speziell angepasste Gebläse zurückgegriffen, um ein effektives und sicheres Befüllen der Hohlräume zu gewährleisten: Während ältere Dächer beispielsweise mit relativ schwachen Radialgebläsen von maximal 1,5 kW befüllt werden, damit die Dachstruktur keinen Schaden nimmt, nutzt man bei massiven Außenwänden aus Beton, Stein oder Klinker mitunter große Industriegebläse, die aufgrund ihrer Leistung das verwendete Dämmmaterial beim Einblasvorgang sogar in Grenzen verdichten. Um die Einblasdämmung nutzen zu können, muss ein Hohlraum vorhanden sein, der dem Dämmmaterial genügend Halt gibt, geschützt ist vor Nässe und der zugleich auch ein Hinterlüftung besitzt, damit die Materialien atmen können, da ansonsten das Risiko eines Schimmelbefalls zu groß ist.

Vorteile der Einblasdämmung

Der große Vorteil einer Einblasdämmung ist, dass sie auch nachträglich zum Einsatz kommen kann, um vorhandene Gebäude effektiv zu dämmen. Wer beispielsweise ein Haus besitzt, dessen Außenwände zweischalig aufgebaut sind, muss dank der Einblasdämmung keine weitere, zumeist äußerst kostenintensive Dämmschicht auf das Mauerwerk aufbringen, sondern es genügt, wenn mehrere kleinere Öffnungen in das Mauerwerk eingearbeitet werden, durch welche das Gebläse die Dämmmaterialien einbringen kann. Des Weiteren kann mit einer Einblasdämmung auch gewährleistet werden, dass schwer zugängliche Ecken ideal befüllt werden können, was beispielsweise mit einer Dämmung aus Klemmfilz nicht möglich ist. Ein weiterer Vorteil der Einblasdämmung ist, dass sämtliche Hohlräume lückenlos befüllt werden können, weswegen Dämmwerte erzielt werden, die Referenzniveau besitzen. Zu guter Letzt bietet die Einblasdämmung auch ein erhebliches Sparpotential, da der Zeitaufwand relativ gering ist, der zum Einbringen der Dämmung aufgewendet werden muss – wer sein Haus in Eigenregie dämmt, wird sich darüber freuen, nicht so viel von seiner Freizeit opfern zu müssen, wer hingegen eine Fachfirma engagiert, wird bares Geld sparen können, da die Arbeitsleistung bei der Einblasdämmung im Vergleich zu anderen Dämmarten mitunter erheblich geringer ist.

Lohnt sich der Aufwand?

Wer ein Dach fachgerecht dämmt, kann zwischen 20 und 30 Prozent an Energie einsparen – wobei ausladende Dächer aufgrund der größeren Fläche stärker von einer Wärmedämmung profitieren als kompaktere Dächer. Durch die Dämmung einer Kellerdecke kann bis zu 5 Prozent an Energie eingespart werden, während Außenwände ein Sparpotential von bis zu 30 Prozent eröffnen. Die Kosten einer nachträglich eingebrachten Einblasdämmung hängen stark von den Gegebenheiten ab, weswegen sich pauschal nur bedingt Angaben machen lassen: Will man beispielsweise eine doppelt verschalte Mauer mit organischen, ökologisch abbaubaren Dämmstoffen nachträglich isolieren, kann mit Kosten zwischen 20 und 50 Euro pro Quadratmeter gerechnet werden. Wer die Arbeiten in Eigenregie unternimmt, muss mit Kosten zwischen 10 und 25 Euro pro Quadratmeter rechnen – weswegen geübte Heimwerker gerne mal ein paar Nachmittage opfern werden, um ihre Haus durch eigene Arbeitskraft für die Zukunft vorzubereiten.

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *